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GAD und Fiducia – Quo vadis?

Ja geht da doch noch etwas?

Die GAD eG (Rechenzentrale für den nord- und westdeutschen Bereich), der ca. 400 Banken angeschlossen sind, führt erneut Fusionsgespräche mit der Fiducia IT (Rechenzentrale für den süd- und ostdeutschen Bereich), der ca. 770 Banken angeschlossen sind.

Beide genossenschaftlichen Rechenzentralen führten in 2011 schon mal Gespräche, aber im September 2011 erklärte die GAD die Gespräche für beendet. Warum die GAD damals der Fusion eine Absage erteilt hatte, wurde nicht publik gemacht. Spekuliert wird aber, dass man sich bis zum Schluss nicht über die gemeinsame Rechtsform einigen konnte und dass die Arbeitnehmervertreter der Fiducia Nachforderungen gestellt haben. Es geht also wie immer um „Macht“, Posten, Einfluss etc.

Wir Bankdudler arbeiten ja bei einer Genossenschaftsbank und interessieren uns daher stark  für das Thema.

Da nach der Absage plötzlich doch wieder Gespräche geführt werden, kann nur eins bedeuten. Der Druck der Gesellschafter auf die Vorstände ist erheblich erhöht worden. Und auch der Grund liegt auf der Hand, zwei unterschiedliche genossenschaftliche Rechenzentralen sind einfach zu teuer. Ein Blick auf die Sparkassen zeigt ja auch, wie es gehen kann. Dort ist man den Weg schon gegangen und hat inzwischen durch Fusionen eine Rechenzetrale etabliert. Dadurch können die IT-Dienstleistungen 40% günstiger angeboten werden.

Diesesmal wird es ein Ergebnis geben, in einem Schreiben an ihre Kunden erklärt die Fiducia, dass die Gespräche zügig und erfolgreich durchgeführt werden. Schon im Sommer 2012 sollen die Eingentümer jeweils auf den Hauptversammlungen über die Fusion abstimmen. Es ist also keine Frage des OB, sondern eher des WIE! Was passiert also mit den Mitarbeitern? Wer wird die Führung DER genossenschaftlichen Rechenzentrale inne haben? Wir werden auf die Antworten wahrscheinlich gar nicht so lange warten müssen.

Die Genossenschaften, die z.B. auch Software von Drittanbietern im Einsatz haben, können sich also erstmal Zeit lassen in der Frage, ob sie auf das GAD System bank21 migrieren wollen. Denn eins ist jetzt schon klar, das zukünftige Bankensystem wird agree der Fiducia sein.

Uns kann es jedefalls Recht sein. Zwei Rechenzentralen brauchen wir nicht und wenn die Fusion die IT-Dienstleistungen günstiger macht, verschafft uns die Fusion auch einen Kostenvorteil im täglichen Wettbewerb im Kundenmarkt.

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