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EM-Abseits Thema 1 – Frauen und Fussball

Das erste Thema bei dem ich für die Mannschaft der Soccer-Blogger bei der Aktion EM-Abseits antrete, lautet Frauen und Fussball.

Liegt mir eigentlich nicht ganz so, aber Spiel ist Spiel. Was fällt mir zu “Frauen und Fussball” ein? Hier einfach mal ein kleines Brainstorming (bitte nicht zu ernst nehmen):

  • eine äußerst erfolglose Frauen-WM in Deutschland im Jahre 2011
  • Frauenfussball ist laaaaangweilig
  • Frauen sind nur zu Welt- und Europameisterschaften wirkliche Fussballfans
  • Birgit Prinz ist der Gerd Müller des Frauenfussballs
  • Frauen kennen nur wenige Fussballregeln

So nebenbei habe ich den Werdegang unserer Damen dann doch verfolgt. Es fing mit dem Gewinn der WM 2003 in den USA durch das Golden Goal von Renate Lingor. Am Ende hieß es 2:1 gegen Schweden. Das war das erste Mal, dass die Medien mehr davon berichtet haben. 2007 folgte sogar die Verteidigung des Titels in China gegen Brazilien durch ein 2:0. Hier hatte auch das Medieninteresse gegenüber 2003 deutlich zugenommen.

Dann kam 2011 die WM im eigenen Land und das frühe Aus im Viertelfinale gegen den späteren Gewinner Japan. Es sollte ein Märchen werden, aber es war doch eher ein Alptraum. Die vergangenen Jahre hat die deutsche Mannschaft den Frauenfußball dominiert, aber bei der heimischen WM war davon wenig zu spüren. Japan war der krasse Aussenseiter, aber sie haben unseren Damen durch unermüdliche Laufbereitschaft, Kampfgeist und gute Technik in die Schranken gewiesen. Gerade bei diesem Spiel hatte ich den Eindruck, dass die Erfolgstrainerin Silvia Neid einfach nicht mehr die richtige Person für einen modernen Fussball ist. In Erinnerung bleiben wohl auch die Querelen um Birgit Prinz, die kein rühmliches Ende fanden. Lustig waren auch viele krasse Fehlentscheidungen der Frauenschiedsricheter, die bei uns wohl nicht mal die F-Jugend pfeifen dürften (da hat eine Verteidigerin einfach mal den Ball aufgehoben und schnell wieder fallen lassen. Die Schiedsrichterin hats gesehen, aber wohl für in Ordnung gehalten.). Das frühe Aus bedeutete auch keine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012. Vielleicht kommt ja ein Neuanfang, aber mit Silvia Neid ist der, glaube ich, nicht zu machen.

Ich bleibe dabei viele Spiele waren laaaaangweilig, aber aufgrund der technischen Unfähigkeit der Spielerinnen und des Unvermögens der Schiedsrichterrinnen doch irgendwie lustig oder nur traurig.

Jetzt gibt’s von meinen Mannschaftskollegen der Soccer Blogger bestimmt ordentlich auf die Murmel, ich kann es aber leider nicht ändern Frauen und Fussball ist halt nicht so mein Ding.

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15 Kommentare

  1. Hi, die Meinung ist Dein gutes Recht und wohl werden Dir einige Männer zustimmen. Leider ist es wohl wirklich so, dass es hier noch einiges an Professionalität fehlt. Deshalb ist es absolut in Ordnung.
    Und hey, bei unserem Spiel darf man seine Meinung äußern ohne eine gelbe Karte zu kassieren, also meckere ruhig weiter *grins*

    Mella

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  2. Ich bin zwar eine Frau, aber ich muss Dir zustimmen…Frauenfußball finde ich auch totaaaaal langweilig…auch auf die Gefahr hin dass andere Frauen mich dafür hassen….ich finde Frauenfussball muss echt nicht sein :P

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  3. Frauenfußball = Langweilig?
    Wenn es um die Bundesliga geht, stimme ich dir zu 100% zu. Bei der WM waren einige Spiele dabei, die recht interessant waren und Hope Solo :D
    Es war, glaube ich, der peinlichste Auftritt der Deutschen Nationalmannschaft. Allerdings auch das ein oder andere unheimlich geile Tor. Die Schiedsrichterleistung… spreche ich nicht drüber. Ist ja noch schlimmer, wie bei den Männern…
    Alles in Allem ein sehr schöner Beitrag ;-)

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  4. Schöner ehrlicher Beitrag, dem ich nur zustimmen kann. Wie ich bei mir schon geschrieben habe, hat die Emanzipation in dieser Hinsicht große Vorteile. Denn sie gibt uns eben auch das Recht Frauenfußball einfach doof zu finden ;-)
    Gruß
    Fulano

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  5. Ich finds nicht langweilig, halte es allerdings mit Beile’s Meinung, das die Liga nicht sooo interessant ist. Bei internationlkaen Wettbewerben gibts schön viel zu sehen. Manchmal eben auch am Spielfeldrand :-)

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  6. Ich geb´s zu, “richtiger” Fußball ist mir auch lieber, als Frauenfußball.

    Trotzdem sollte man nicht alles über einen Kamm scheren, denn es gibt einige gut Fußballerinnen, die auch technisch top sind und denen ich gerne zuschaue.

    LG
    Daggi

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  7. Naja, Frauenfußball ist vielleicht auch nicht langweiliger, als anderer Sport, wenn man ihn nicht selber betreibt.
    Dennoch bewundere ich deren Kampfgeist!
    Sabienes

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  8. Hm – hoffe ich katapultiere mich damit nicht ins “Aus” – aber dein Brainstorming find ich – wie soll ich sagen… treffend! *G* (was ich zumindest so verfolgt habe und ich wirklich nicht weiß, wer Gerd Müller ist, sorry) – aber ich schließe mich Mella an: jeder darf beim EM-Abseits seine Meinung frei äußern – wäre ja sonst langweilig wenn ich nur Texte zu lesen hätte, die meine Meinung wieder spiegeln :-)

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  9. Schade das Deutschland die WM 2011 nicht so dominierte, wie in den Jahren zuvor.
    Aber damit war zu rechnen.
    Der Frauenfußball entwickelt sich in den anderen Ländern immer weiter und die Leistungen gleichen sich demnächst immer mehr an. Und as ist auch gut so.
    Auch die Schiedsrichter müssen noch dazulernen. Aber das kommt noch.

    Überrascht wurden die Mannschaften von den Japanern. Sie wurden einfach untershätzt. klein und wendig und beißend bis(s) zur letzten Minute. :)

    Mich persönlich hat es nicht überrascht, weil die Asiaten überall die Besten sein möchten und einen hohen Verschleiß an Spielern bieten können, bis die Richtige gefunden ist. …

    Oder?

    Beste Grüße aus Berlin
    Timm

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  10. oh ja! Ich glaube da sind die Asiaten wirklich im Vorteil – wobei für die einzelnen ist es wohl recht traurig, weil man wirklich wirklich gut sein muss um die anderen zu Übertrumpfen

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  12. Pingback: Timm's Blogwelten

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