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EM-Abseits Thema 2 – Fussball und Papier

Das zweite Thema der Aktion „EM-Abseits“ lautet „Fussball und Papier“. Ein schwieriges Thema, wie ich finde, doch bei einem gemeinsamen Brainstorming mit meinen beiden Mitdudlern ist mir die Idee gekommen mit dem Stichwort Papier im weitesten Sinne „Wertpapiere“ zu assoziieren. Das passt schließlich wunderbar zu unserem beruflichen Hintergrund.

Die beiden Bundesligisten FC Bayern München und Eintracht Frankfurt firmieren als Aktiengesellschaften, deren Anteilsscheine allerdings nicht an der Börse gehandelt werden. Auch andere bekannte deutsche Fussballclubs, wie der 1. FC Köln oder Hertha BSC Berlin firmieren als KGaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien). Als erster und bislang einziger deutscher Fussballverein wagte Borussia Dortmund im Jahre 2000 den Börsengang und gab am 31. Oktober des selben Jahres Aktien zu einem Ausgabekurs von 11 Euro aus.

Wertpapiere von Fussballclubs werden als hoch volatiele Papiere eingestuft und sind nichts für risikoscheue Anleger. Viele eingefleischte Anhänger des BVB kauften Anteilsscheine zum Ausgabekurs von 11 Euro und haben diese auch noch heute im Depot. Glücklicherweise gehöre ich nicht zu den genannten, denn bei dem derzeitigen Kurs von rund 2,60 Euro wäre einiges an Geld verbrannt gewesen.

Berufsunfähigkeitsversicherung VergleichAuch in England geben einige Clubs Wertpapiere aus. Zu den bekanntesten zählen sicherlich Manchester United oder deren Lokalrivale Manchester City. Die Vereine konnten so finanzkräftigen Investoren (vornehmlich Ölscheichs und Finanzoligarchen) die Türen öffnen um Anteilsscheine zu erwerben. Am aktuellen Beispiel von Manchester City sieht man allerdings, dass man sich „den Erfolg nicht kaufen kann“ oder noch besser gesagt „Geld schießt keine Tore“…

Auch Borussia Dortmund musste schmerzvoll die Erfahrung machen, dass Geld im Fussball keinen Erfolg garantiert. Nach mehreren erfolglosen Qualifikationen für die Königsklasse stand der Verein in den Jahren 2005 und 2006 vor einer schweren Zerreisprobe, die den Verein beinahe in die Insolvenz geführt hat („Der Verein war bereits klinisch tot…“). Nur mit viel unternehmerischem Geschick gelang des dem Präsidenten Reinhard Rauball und den Geschäftsführern rund um Hans-Joachim Watzke den „Karren aus dem Dreck zu ziehen“. Heute steht der BVB wieder auf gesunden finanziellen Füßen und auch der sportliche Erfolg hat sich mit dem Gewinn der Meisterschaft im Jahre 2011 wieder eingestellt!

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10 Kommentare

  1. Doch, ja doch gar nicht schlecht gelöst – und Du bist nicht der Einzige, der in die Richtung denkt.
    Wie sieht es eigentlich bei den anderen Mannschaften aus? Wie sind denn da so die Kurse?

    LG Mella

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    • Keine Ahnung, ich habe aber recherchieren können, dass es extra einen Index für börsennotierte Fussballclubs gibt…

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  2. Hallo Björn,

    ich finds witzig, das wir beide an Aktien gedacht haben, obwohl ich gestehe, das mir der Gedanke erst ganz zum Schluss gekommen ist. Dazu spuckte mir der vermaledeite Spielerpaß sehr schnell durch den Geist. Ich weiß nun das man von solchen „Wertpapieren“ den Finger lässt.

    Liebe Grüße
    Sandra

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  3. Pingback: RätselTiB

  4. Ein toller Bericht mit vielen interessanten Infos. Hab eben bei Sunny geschrieben, dass ich gar nicht an die Aktien gedacht hatte. Auf meiner Liste standen lediglich die Spielergehälter und die Ablösesummen, also das (Papier)-Geld an sich

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  5. auf die nahe liegendsten Bereiche kam ich gar nicht – auf den schon gar nicht, dennoch und gerade deswegen fand ich den auch so informativ 🙂

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  6. Bei uns kümmert sich mein Mann um die Finanzen (als Buchhalter 😉 ) – Danke für die Informationen – ein gut geschriebener leicht zu lesender Beitrag! Ein – für mich – völlig neuer Aspekt Grüßle Susanne

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  7. Das Dortmund bereits „klinisch tot“ war, musste ich auch miterleben und umso eindrucksvoller finde ich die Entwicklung bis zum heutigen Tage.
    Borussia Dortmund wagte neue unpopuläre Wege und ist nun mit der verdienten Meisterschaft belohnt worden.
    Ok. Jetzt werden einige meckern und buuh rufen.
    Aber ich finde, das sie es sich wirklich verdient haben.
    Vom Tellerwäscher zum Bundesliga-beherrschenden Club. Das schafft nicht jer Verein.
    hoffenheim hat auch Geld und anfangs für einen Überaschungserfolg gesorgt. Doch wenn derGeldgeber keine Ahnung hat und immer in die Entscheidungen sich einmischt und falsche Wege wählt – was soll da herauskommen?

    Wie auch immer: Würdet ihr mir eine Hertha-Aktie empfehlen?

    Beste Grüße aus Berlin
    Timm

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  8. Pingback: Timm's Blogwelten

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