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EM-Abseits Thema 9 – bolzen, kicken und Kicker

Das neunte Thema der Blogreihe sagt mir diesmal wesentlich besser zu als beim letzten mal. Besonders die Stichwörter „bolzen“ und „kicken“ sind doch Schlagwörter mit denen ich etwas anfangen kann. In meiner Kindheit hatte ich das Glück, dass etwa einen halben Kilometer Luftlinie zu meinem Elternhaus ein typischer Bolzplatz war, wie man ihn im Ruhrgebiet kennt. Ein sechs oder sieben Meter hoher Gitterkäfig, graue Asche als Bodenbelag und zwei Tore, die der Größe von Handballtoren entsprachen. Dort verbrachte man heiße Sommertage und trug harte Fussballmatches gegen allerlei bekannte und unbekannte Kinder und Jugendliche aus.

Heute spiele ich noch in einer Gruppe von Freizeitkickern, die sich unter dem Deckmantel einer kirchlichen Sportgemeinschaft fast jeden Dienstagabend in einer schulischen Turnhalle treffen um dort etwa eine Stunde ein bisschen zu kicken. Das schöne daran ist, dass es diese Truppe wahrscheinlich schon seit etwa zwanzig Jahren gibt. Anfangs war mein Bruder noch mit dabei (er ist zehn Jahre älter als ich), er hat mich dann in die Gruppe eingebracht, so bin ich auch schon etwa zehn Jahre dabei. Auch ich habe dann wieder einen guten Freund mit in die Gruppe eingebracht und auch er schließlich wieder einen  Bekannten.

So hat sich diese Freizeitkickergemeinschaft seit Jahren gehalten und es kamen und gingen immer wieder neue und alte Mitspieler. Auch ich habe mir zwischenzeitlich eine Pause von zwei, drei Jahren gegönnt und bin nun wieder seit einigen Monaten dabei.

Die Gruppe ist wirklich sehr vielfältig. Die Ältesten kratzen mittlerweile an der Altersgrenze zu den 50 Jahren und der Jüngste der dabei ist, ist gerade einmal 20 Jahre alt. Auch was die fußballerischen Fähigkeiten angeht haben wir große Unterschiede. Von ehemaligen Landesliga Spielern, bis hin zu Leuten, die froh sind geradeaus laufen zu können, ist und war schon jeder Spielertyp dabei ;-)! So soll es auch sein und so macht es auch am meisten Spass! In diesem Sinne….bis nächsten Dienstag!

 

2 Kommentare

  1. Das ist das Geniale an solchen reinen Freizeittruppen: Kein großer Leistungsdruck, jeder wird aufgefangen und von der Truppe mitgetragen, was schon im Verein oft nicht klappt, da dort der Leistungsgedanke vorherrscht und dann schnell mal wegsortiert wird (was dort natürlich auch seine Berechtigung hat).

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  2. Stimmt! Viele wollen schon gerne Spielen, kommen aber im VErein nicht zum Zuge weil vielleicht nicht ganz so gut und habe in Freizeitvereinen die Möglichkeit dazu!
    SEhr schön! Danke Grüßle Susanne

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