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Photovoltaik – meine Erfahrungen

Schon lange bekomme ich immer wieder Zwischenmeldungen von meinem Kollegen Björn, wie viel Strom er denn heute wieder produziert hat. Für mich stand schon lange fest, dass unter den bestehenden Rahmenbedingungen auch ich Stromproduzent werden will. Leider scheiterte dies mangels eigenem Dach – bisher.

Fast 2 Jahre war ich auf der Suche nach einem Eigenheim. Entweder waren die Immobilien zu teuer, oder zu renovierungsbedürftig und im Endeffekt damit wieder zu teuer. Ende 2011 wurden ich dann fündig, so dass im April 2012 der Einzug meiner kleinen Familie in unsere DHH erfolgen konnte. Bekanntlich haben Herr Röttgen und Herr Rösler die Förderung der Sonnenenergie zum 01.04. zusammengestrichen, so dass ich mir Gedanken machte, ob Photovoltaik überhaupt noch lohnt. Denn die Einspeisevergütung sinkt auf unter 20 Cent pro Kwh, für den Eigenverbrauch gibt es keine Förderung mehr und die Einspeisung wird auf 70% gedrosselt.

Nach Recherchen im Internet und etwas Rechnerei, habe ich mich dann entschieden mir Angebote von örtlichen Anbietern einzuholen. Über eine Solarpotenzialanalyse für mein Stadtgebiet konnte ich mir vorab schon ermitteln, was meine Dachfläche so hergibt. Mein fast gen Süden ausgerichtetes Dach brächte knapp 6 kWp.

Angebot 1: Ein Berater der Firma S. kam vorbei schaute sich die örtlichen Gegebenheiten an, nahm das Dachmaß, beschrieb mir kurz den Installationsvorgang und verschwand wieder. Ich würde ein schriftliches Angebot per Post bekommen. Nach knapp 4 Wochen erreichte mich dann das Angebot. 5,670 kWp für 12.790 € netto (quasi Schlüsselfertig). Das macht dann pro kWp einen Preis von 2.256,-. Also überzeugend war das nicht gerade.

Angebot 2: Ein PV-Berater der Firma T. kam vorbei nahm Maß, und siehe da, setzte sich mit mir an den Küchentisch und besprach mit mir die Möglichkeiten der Anlage. Ich horchte auf, als er mir vorrechnete, dass die Anlage von den Maßen her auf knapp 8 kWp kommen würde. In dem Gespräch wurden auch die gesetzlichen Änderungen besprochen. Als der Herr T von der Firma T ging, hatte ich das Gefühl beraten worden zu sein. Nach 2 Wochen kam das Angebot. 7,35 kWp für 12.970 € netto. Ich staunte nicht schlecht, denn dies macht einen Preis von 1.765 € pro kWp aus. Interessant war auch, dass mir nur asiatische Module angeboten wurden. Da chinesische Firmen mit deutschen Maschienen staatlich gefördert produzieren, ist der Kauf von deutschen Modulen möglich aber mit einem gewissen „Insolvenzrisiko“ behaftet. Die Käufer von z.B. Q-Cells Modulen stehen im Garantiefall ganz schön im Regen.

Ich habe die Informationen dann sacken lassen und nachdem ich noch etwas nachverhandelt habe,  einigten wir uns schließlich auf 12.800 € netto für die Anlage.

Eines weiß ich jetzt schon, meine steuerlichen Erklärungen werde ich, wie bisher auch, mit der Steuer-Spar-Erklärung machen.

Inzwischen ist das Gesetz zur Kappung der Förderung nicht durch den Bundesrat gekommen. Werden hier vielleicht die Kappungen im Vermittlungsausschuss abgemildert? Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Natürlich werde ich darüber auch berichten.

3 Kommentare

  1. Hallo,

    ich habe sehr interessiert ihre Seite bezüglich SolarView Fritzbox gelesen, ist super.
    Mit unserer PV-Anlage ging es uns ähnlich wie bei Ihnen.
    Wir haben für viel Geld (ca.700€) den Datenlogger von Solarmax gekauft und mit der Darstellung sind wir nicht zufrieden. Die Darstellung ist viel zu klein und die Ebenen nicht gut und bedienerfreundlich strukturiert. Der Export der Daten auf den eigenen Rechner ist nur per E-Mail 1x pro Tag möglich und die Übertragung auf Excel ist noch schwieriger und viel zu umständlich. Ich hatte vor, über Excel den Verlust der 70°Kappung zu ermitteln.
    Nun lese ich im Forum über die Überwachung mit SolarView Fritzbox, leider zu spät.

    Wir haben eine PV-Anlage 1,9kWp + 3,87kWp5 mit zwei Wechselrichter von Solarmax (4200S uns 2000S).
    Soll ich den Datenlogger MaxWep xp wieder verkaufen und SolarView Fritzbox installieren.

    Gruß Paul

    Antworten
    • Hallo Paul,

      schauen Sie am besten mal auf der Solarview Website nach. Meines Wissens werden Solarmax Wechselrichter unterstützt. Wir haben einen Wechselrichter von SMA. Solarview ist günstig und absolut effektiv. Mit Solarview kann ich die Erträge meiner Anlage über Jahre hinweg überwachen und dokumntieren.

      Gruß
      Björn

      Antworten
  2. Pingback: Ein Jahr Photovoltaik - ich bin zufrieden! - Allgemein

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