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GAD und Fiducia – (noch) keine Einigung

Immernoch kein „weißer Rauch“ aus Münster und Karlsruhe, immernoch keine Entscheidung für oder gegen eine Fusion der beiden genossenschaftlichen Rechenzentren. Die unterschiedliche Bewertung der beiden Unternehmen scheint z.Zt. noch ein großes Himdernis auf dem Weg zur Unigeno AG zu sein.

Unklar ist auch, wie viele Mitarbeiter am Verwaltungssitz in Frankfurt untergebracht werden, zumal Münster und Karlsruhe als Verwaltungssitze erhalten bleiben sollen. So gab es am Freitag den 29.06. in der Generalversammlung der GAD auch nicht viel mehr darüber zu berichten. Anno Lederer erklärte den Vertretern, wie hier zu lesen ist, dass die Grundlage zur einvernehmlichen Lösung der Probleme bereits gelegt sei. Auch wenn einige Punkte strittig sind, konnten in anderen Bereichen die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden. Ziel bleibt der Zusammenschluss im laufenden Jahr 2012, aber dazu müssen sich beide Verhandlungspartner noch erheblich bewegen.

In der Generalversammlung der Vertreter von rund 430 Volks- und Raiffeisenbanken konnte das Betriebsergebnis des Vorjahres von 22,1 Mio. € nicht gehalten werden. Für 2011 wurde „nur“ 10,2 Mio. € als Ergebnis verkündet. Der Hintergrund der Halbierung sind die hohen Investitionen in die IT-Sicherheit.

Interessant für mich war es die Sicht einiger GAD-Angestellten zu der geplanten Fusion zu hören. Grundsätzlich ist man in Münster optimistisch über den Verbleib der Arbeitsplätze und arbeitet unbeirrt an aktuellen Projekten. Dennoch wird die Kommunikation des Verhandlungsstandes kritisiert. Vieles erfahren die Mitarbeiter der GAD aus Zeitungen oder aus dem Internet (der Bankdudler Blog wird sehr gern in Münster gelesen) und nicht von der Geschäftsführung. Vertrauensbildung sieht anders aus.

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