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Dry aged Beef – Selbst gemacht

Es hat länger gedauert, aber endlich habe ich meinen Plan umgesetzt und Dry aged Beef selbst gemacht. Ein gutes Stück argentinisches Roastbeef, der Vakuumierer und ein Reifebeutel waren am Start und so ging es los.

Wie ich schon hier und hier geschrieben habe, hatte ich anfangs Probleme das nötige Equipment zu beschaffen. Nachdem ich dann selbst in einen Vakuumierer investiert habe, war ich bereit und sehr gespannt, welches Ende der Versuch nehmen würde.

Der Start

Ausgangsprodukt

Ausgangsprodukt

Wie man schön sehen kann, ist das Stück Fleisch perfekt vakuumiert. Da stört keine Luftkammer mehr. Mein Vakuumierer schweißt übrigens die Beutel mit einer Doppelschweißbahn. Sicher ist sicher! Beim Befüllen des Beutels habe ich kurz gezögert, da das Fleischstück in mir eine gewisse Begierde geweckt hat, es sofort anzubraten und zu verspeisen.

Jetzt musste das Fleisch in meinem Kühlschrank nur noch vor sich her reifen. Zwischendurch habe ich immer ein Blick auf das Fleisch geworfen und was ich da so gesehen habe, ließ mich etwas an dem Projekt zweifeln. Appetitlich sieht anders aus!

Das Egebnis

4 Wochen später war es dann soweit.  Und da ist das gute Stück! Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Hat ja eine gewisse Ähnlichkeit mit einem alten Schuh. Die Oberfläche wirkt ledrig, alt und wenig einladend. Das Fleisch gibt nur noch ein wenig nach, wenn man mit dem Finger hinein drückt. Aber das soll ja genau so sein, in der Theorie.

Frisch aus dem Kühlschrank

Frisch aus dem Kühlschrank

Ich habe mal ein paar Fotos zusammen gestellt, die den Unterschied zwischem frischem Roastbeef und dem Dry aged Beef zeigen.

Obwohl beide Fleischstücke ursprünglich gleich groß waren, sieht man deutlich den Größenunterschied. Vor dem Braten muss die äußere Haut abgeschnitten werden, da diese nicht verwendet werden sollte. Dadurch reduziert sich natürlich noch einmal die Größe des Fleischstückes, das am Ende übrig bleibt.

Der Geschmackstest

Beide Stücke habe ich einfach nur gebraten und danach mit Salz und Pfeffer gewürzt. Als Testpartner musste meine Frau herhalten, die schon die Augenbrauen hochzog und die Nase rümpfte, als sie das ältere Stück in Augenschein nahm.

fertig gebraten

fertig gebraten

Fertig gebraten sieht es nicht wirklich schmackhafter aus. Die Konsistenz ist innen etwas weicher als außen.

Der direkte Vergleich

Der direkte Vergleich

Meine Frau probierte zwar, aber konnte dem Geschmack nichts abgewinnen. Hier punktete das frische Roastbeef, was mir auch sehr gut gelungen ist. Beim nächsten Mal müsste ich meiner Frau die Augen verbinden, damit sie nicht von der Optik beeinflusst ist. Ich für meinen Teil muss schon sagen, dass das Dry aged Beef intensiver schmeckt. Wenn man den optischen Eindruck und die trockene Konsistenz bei Seite schiebt, ist der Geschmack besser als beim frischen Stück.

Fazit

Meiner Frau brauche ich so etwas nicht vorsetzen. Beim nächsten Mal, müsste das Stück Fleisch, das man veredeln möchte größer sein. Von 300 g bleibt nicht mehr ganz so viel übrig. Außerdem wird das Ganze dann auch nicht ganz billig. Ich habe es probiert und für gut befunden. Der nächste Versuch wird kommen, auch wenn nicht ganz so bald.

1 Kommentar

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