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SD-Karte mit Wifi – SanDisk Eye-Fi

In diversen Techblogs/Fotoblogs konnte ich in der letzten Zeit etwas über SD-Karten gelesen, die WLAN-fähig sind. Da meine Panasonic G3 – im Gegensatz zu ihrer Nachfolgerin – noch kein WLAN an Board hat, wollte ich testen ob eine SD-Karte mit Wifi ausreicht um diese Funktionalität nachzurüsten.

Nach Sichtung der verschiedenen Karten und Angebote bei Amazon habe ich mich für die günstige Alternative von SanDisk mit einer Kapazität von 8GB entschieden.

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Einrichtung

Um die Karte einzurichten, muss man diese zunächst an einen PC oder Mac anschließen. Der Anschluss kann entweder direkt über einen eingebauten SD-Karten-Leser erfolgen oder über den mitgelieferten USB-Adapter angeschlossen werden. Auf der Karte befinden sich in einem Unterordner die Programmteile um das so genannte Eye-Fi Center und den Eye-Fi Helper zu installieren. Die Software ist sowohl für Windows als auch Mac OS vorhanden. Beim Start der Installation wird zunächst die aktuellste Version der Programme und die aktuelle Firmware der Karte heruntergeladen.

Nach Installation musste ich zunächst mal mein MacBook neu starten, da die Karte partout nicht erkannt werden wollte. Beim ersten Start der Software muss man sich bei Eye-Fi registrieren. Die Registrierung ist sehr einfach aber auch sehr wichtig. Anhand der Registrierung werden anscheinend die Daten zur Karte zentral abgelegt und wiederverwendet wenn man die Installation einer Eye-Fi App auf seinem Smartphone vornimmt. Dazu im weiteren Verlauf mehr.

Betriebsarten

Damit die drahtlose Übertragung von der Kamera auf das MacBook funktioniert, muss aus auf diesem der Eye-Fi Helper installiert und gestartet sein. Dazu sollte man sinnigerweise darauf achten, der der Helper auch beim Systemstart gestartet wird. Der Eye-Fi Helper sorgt dabei für die Übertragung auf das Gerät. Über das Eye-Fi Center können die Bilder verwaltet werden. Mit dieser Anwendung werden zusätzlich verschiede Betriebsarten der Karte einstellen.

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Direct-Mode:

Beim Direct-Mode baut die Karte ein eigenes Netzwerk auf. Dabei gibt die Karte die SSID und das Passwort für das WLAN fest vor (siehe Screenshot). Dieser Modus eignet sich besonders gut, wenn man beispielsweise nur mit Kamera und Smartphone unterwegs ist und man zeitnah zum Beispiel bei Facebook oder Instagram posten möchte. Um die Übertragung auf das Smartphone nutzen zu können, muss die Eye-Fi App auf dem Gerät installiert sein. Die Daten aus der oben genannten Registrierung sind nun wieder nützlich, da die Daten der Karte (SSID und WLAN Kennwort) automatisch an das Smartphone – in meinem Fall ein iPhone 5 – übertragen werden. Die App installiert dann ein eigenes Profil auf dem iOS-Device, so dass die Eingabe des WLAN-Kennwortes für die Karte überflüssig wird.

Privates Netzwerk:

Die Karte kann natürlich auch in das heimische WLAN-Netzwerk eingebunden werden. Auch dazu muss die Karte über das Eye-Fi Center konfiguriert werden. Das Netzwerk wird dabei automatisch erkannt und kann aus einer Liste ausgewählt werden. Lediglich das Kennwort ist entsprechend zu erfassen. Insgesamt können 32 Netzwerke auf der Karte konfiguriert werden.

Fazit

Eins kann man direkt sagen: Es funktioniert. Die Bilder werden ohne große Probleme an die jeweiligen Stellen übertragen. Im „Direct Mode“ geht das ganze wesentlich flotter als die Daten über das heimische WLAN zu schicken. Für den direkten Mode veranschlage ich drei bis vier Sekunden, im Netzwerk kann das Ganze gerne auch mal bis zu 10 Sekunden pro Bild dauern. Leider sind die Apps für das MacBook und das iPhone noch etwas unausgereift. Die App für das iPhone ist noch nicht an das iPhone 5 angepasst. Insgesamt muss ich sagen, dass diese Karte nichts für Ottonormal-Verbraucher ist. Begriffe wie Direct-Mode, Relay-Transfer etc. sind nicht gerade benutzerfreundlich erklärt.

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